Vier AutorInnen – ein Text

emm – Schreiben als Prozess – Schreibprozesse – Reflektionen über das leere Blatt, einsame Autoren – darüber ist viel geschrieben worden.

Was aber passiert, wenn vier AutorInnen, drei Frauen und ein Mann, sich gemeinsam auf einen Schreibprozess einlassen – mit offenem Ausgang?

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(c) Kerstin Unger

Seit dem 1. November arbeiten die aus dem Iran stammende Lyrikerin Pegah Ahmadi, die Autorin und Regieassistentin Katalin Naszály, die freie literarische Forscherin Elina Mikkilä und der Drehbuch- und Thrillerautor Marco Hasenkopf an ihrem Projektziel: ein fiktiver Text in Romanumfang bis zum Ende der Projektphase Ende November. Seit einer Woche wird nun heftig diskutiert, phantasiert und reflektiert, mal auf Deutsch, mal auf Englisch, mal auf Dinglisch. Die fertige Geschichte soll auf Deutsch veröffentlicht werden. Pegahs Ahmadis Anteil, den sie auf Farsi schreibt, wird Jutta Himmelreich für die ersten Ergebnislesungen am 29. (Alte Feuerwache) und am 30. November (Kulturbunker) übersetzen.

Katalin Naszály, gebürtige Ungarin und seit zehn Jahren in Deutschland, schreibt auf Deutsch, ebenso wie Elina Mikkilä, die zwar in Berlin lebt, aber aus Finnland stammt.

Marco Hasenkopf ist der einzige deutsche Muttersprachler in der Runde.

Den Entstehungsprozess begleitet Kerstin Unger visuell.

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(c) Kerstin Unger
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(c) Kerstin Unger
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Interkulturelles Autorencamp startet!

Gesucht:
Wir haben drei Autorinnen oder Autoren mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund gesucht, die gemeinsam mit dem Köln-Mülheimer Autor Marco Hasenkopf einen fiktionalen Text im Laufe eines einmonatigen Autorencamps entwickeln.

Gefunden:
Nun stehen die Autoren bzw. Autorinnen stehen fest: Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit

Pegah Ahmadi, Katalin Naszály und Elina Mikkilä!

In der vierwöchigen Werkstatt des Camps entwickeln die drei Autorinnen zusammen mit Marco Hasenkopf von der Themensuche über die Figurenfindung und Dramaturgie eine fiktionale Geschichte.

Die im Camp entstandenen literarischen Texte werden sowohl rechtsrheinisch als auch linksrheinisch der Öffentlichkeit vorgestellt:

am 29.11.17 ab 20 Uhr in der Alten Feuerwache und

am 30.11.17 ab 20 Uhr im Kulturbunker Köln Mülheim.

Mehr über die AutorInnen:

Pegah Ahmadi

Pegah

1974 in Teheran geboren.

Pegah Ahmadi hat persische Literatur an der Universität von Teheran studiert.

Sie hat bislang zehn Bücher veröffentlicht, sechs davon Lyrikbände. Eines der Bücher behandelt die Geschichte der Lyrik von Frauen im Iran.

Einer der letzten Lyrikbände: Mir war nicht Kalt – Auf Farsi: Sardam Nabood.
Übersetzung: Jutta Himmelreich. Erschienen  2011 im Sujet-Verlag

Neu erschienen ist jetzt frisch ihr Lyrikband: Wucht – Auf Farsi: Sheddat.
Übersetzung: Jutta Himmelreich. Erschienen  2017 im Sujet-Verlag

Mehr über die Autorin: http://sujetverlag.de/buecher/pegah-ahmadi-wucht/

 

Elina Mikkilä

Elina © Foto: Graham Hains

Dr. Elina Mikkilä, freie literarische Forscherin in Berlin. Geboren und aufgewachsen in Finnland. Studium der Komparatistik und Romanistik, sowie Slawistik und Skandinavistik/Anglistik in Wien, Paris und Sankt Petersburg. Promovierte als erste Person im deutschsprachigen Raum im Bereich ‚Literarisches Schreiben‘ an der Universität für angewandte Kunst Wien. Thema der metapoetologischen Dissertation: Der autofiktionale Verständigungsprozess in der Post-Postmoderne. Forschungsstipendiatin am Schweizerischen Literaturinstitut und Institut für angewandte Literaturwissenschaft (FU Berlin). Themenschwerpunkte: Literatur kulturell zwei- bzw. mehrsprachiger AutorInnen, interkulturelle Hermeneutik und Fragen der Identität. Zuletzt erschienen: ‚Autor 2.0 – Schreiben ohne feste Identität‘, ‚Das Fremde im Eigenen‘ (edition mono/monochrom).

 

Katalin Naszály

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(geb. 1983 in Budapest) wuchs in Havixbeck/ Münsterland und ihrer Heimatstadt Budapest auf. Nach dem bilingualem Abitur (französisch-ungarisch) studierte sie Germanistik, Französisch, Film,- und Theaterwissenschaften in Budapest. Im Februar 2007 zog sie nach Berlin und hospitierte dort am Theater Hebbel am Ufer und an der Schaubühne am Lehniner Platz.

Aktuell ist sie am Landestheater Detmold als Regieassistentin, Inspizientin und Souffleuse tätig. Sie schreibt Kurzprosa, sogenannte „Ein-bis-Zweiminütler“ und Bühnenstücke.

Im Rahmen des Autorenworkshops Schreiben über Differenz an der Neuköllner Oper (2010, Mentoring durch Feridun Zaimoglu, John von Düffel und Bernhard Glocksin) entstand ihr erstes Stück „Weiße Lilien“, basierend auf Ferenc Molnárs „Liliom“.

Weitere Theaterstücke: „unter lauter fische“ (2016)

Mehr über die Autorin: http://katalingranat.wordpress.com

 

Marco Hasenkopf

Marco

Geboren 1973 in Hamm/Westfalen. Nach dem Abitur 1993 Studium der Klassischen Archäologie, Philosophie und Alten Geschichte in Münster. Studium und Ausbildung zum Drehbuchautor in Stuttgart, Hannover und Leipzig. Langjährige Tätigkeit an diversen Theaterhäusern und für Filmproduktionsfirmen. Literaturpreis für ein Theaterstück, Preise für Kurzfilme, diverse andere Veröffentlichungen – Lyrik, Hörbücher, Kurzgeschichten. Im Herbst 2014 erschien der Thriller „Seelenspieler“ im Sieben Verlag. Mit dem Produktionslabel „distriktneun“ entstehen freie Literatur- und Theaterprojekte wie „Die Stadtteilschreiber von Köln-Mülheim“ oder „Caput VIII-Heine in Müllem“. Lebt als freischaffender Schriftsteller und Drehbuchautor mit seiner Familie in Köln.
Mehr über den Autor:
http://www.marcohasenkopf.dehttp://www.agentur-brauer.dewww.babel-koeln.de

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distriktneun macht Projekte in und für Köln-Mülheim – Literatur, Interkultur, Theater im öffentlichen Raum

Projekte: Die Stadtteilschreiber von Köln-Mülheim, Caput VIII-Heine in Müllem

https://distriktneun.wordpress.com/
https://stadtteilschreibermuelheim2016.wordpress.com/
https://heineinmuellem.wordpress.com/

Gefördert

vom Kulturamt Stadt Köln und dem Land NRW

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STK Kulturamt RGB

Kooperation mit dem Sujet-Verlag.

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d9 – Bietz & Hasenkopf GbR für kulturelle Projekte
an der Schnittstelle von Literatur, Interkultur, Theater
und Kunst im öffentlichen Raum.

Montanusstraße 85
51065 Köln

Projektleiter: Marco Hasenkopf

Das Autorencamp im November 2017

Die Bewerbungen sind eingetroffen – die Auswahl beginnt!

Zur Einnerung: Die Ausschreibung

auf Persisch hier: Ausschreibung_Autorencamp_PERS

Vergabe an:
Autorinnen und Autoren
Art der Förderung:
Werkstatt
Kategorie(n):
Lyrik | Prosa | Drama | Hörspiel
Bewerbungsfrist:
30.09.2017
Dauer:
Zuwendung:
1500 Euro | einmalig
Zuwendungsgeber:
Land NRW, Kulturamt der Stadt Köln
Link zur Ausschreibung

Beschreibung

Bewerbungen mit Anschreiben, Vita, Arbeitsproben (nicht mehr als 20 Seiten) sowie Lichtbild an:

distriktneun
Stichwort „Interkulturelles Autorencamp“
Montanusstraße 85
51065 Köln
Fragen und Infos unter wordswelcome(at)koeln.de oder 0221/6907092
Bewerbungsfrist: 30.09.2017

Auch hier: http://www.literaturport.de/preise-stipendien/preisdetails/distriktneun-interkulturelles-autorencamp/